Förderung

Jung kauft Alt – ein Programm, wie für dieses Haus gemacht.

Der Gedanke dahinter

Dieses Haus wurde gebaut, um zu bleiben, saniert, um zu halten, und mit ein paar Schritten übergeben, die noch zu gehen sind. Genau diese Mischung – gesunde Substanz und noch etwas zu tun – ist es, die der Staat bei jungen Familien belohnt.

„Jung kauft Alt" heißt das Förderprogramm der KfW (offiziell Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb, Kredit 308). Es richtet sich an Familien mit kleinem bis mittlerem Einkommen, die eine ältere, sanierungsbedürftige Immobilie kaufen und Schritt für Schritt energetisch modernisieren. Statt Neubau auf der grünen Wiese: ein Haus mit Geschichte, zukunftsfähig gemacht.

Warum dieses Haus passt

Der Energieausweis stuft das Haus in Klasse F ein – und gefördert werden ausdrücklich Bestandsimmobilien der Klassen F, G oder H. Was auf der Geschichte-Seite ehrlich als „was bleibt" steht – die Heizung, die einen zweiten Blick verdient, die in Teilen unfertige Elektrik, einzelne Fenster – ist beim „Jung kauft Alt" kein Makel, sondern der eigentliche Ansatzpunkt: genau diese Modernisierung ist es, die das Programm begleitet.

Und die Grundlage stimmt: Die gut gedämmte Hülle, das gedämmte Dach und die für eine Wärmepumpe geeignete Substanz machen das Sanierungsziel realistisch, das mit der Förderung verbunden ist.

Für wen es gedacht ist

Familie – mindestens ein minderjähriges Kind lebt zum Zeitpunkt des Antrags im Haushalt.

Einkommen – das zu versteuernde Haushaltseinkommen liegt bei einem Kind bei höchstens 90.000 €, für jedes weitere Kind kommen 10.000 € hinzu.

Selbst wohnen – das Haus wird selbst bewohnt, als Hauptwohnsitz, für mindestens fünf Jahre; der eigene Eigentumsanteil beträgt mindestens 50 %.

Wie die Förderung wirkt

Der Kredit fördert den Kauf der Immobilie samt Grundstück – nicht die spätere Sanierung selbst. Sein Vorteil liegt im Zins: „Jung kauft Alt" ist deutlich günstiger als eine marktübliche Baufinanzierung, was über die Laufzeit einen spürbaren Unterschied macht. Für die anschließende Sanierung lassen sich weitere Programme kombinieren, etwa der KfW-Kredit 261.

Nach dem Kauf bleiben viereinhalb Jahre Zeit, das Haus energetisch auf den Standard Effizienzhaus 85 EE zu bringen. Ab dem 3. August 2026 kann alternativ auch ein festgelegtes Bündel an Einzelmaßnahmen genügen – Heizung, Fenster, Fassaden- und Dachdämmung – und die Förderhöchstsätze steigen zugleich auf 140.000 € (ein Kind), 160.000 € (zwei Kinder) und 180.000 € (ab drei Kindern).

Ein Hinweis, ehrlich wie immer

Ein Punkt ist wichtig, weil er leicht übersehen wird: Der Antrag wird über die eigene Bank oder einen Finanzierungspartner gestellt – und zwar bevor der Kaufvertrag unterschrieben wird. Wer erst kauft und dann fördern will, kommt zu spät.

Und wie bei jeder Förderung gilt: Die Bedingungen ändern sich, und jede Familie bringt ihre eigene Ausgangslage mit. Die Angaben hier sind eine Orientierung, keine Zusage. Was im konkreten Fall gilt, klären am besten die Hausbank und die KfW – die verbindlichen Bedingungen stehen im offiziellen Merkblatt.

Weiterlesen:
KfW-Programm 308 – https://www.kfw.de/308
Merkblatt (PDF, verbindliche Bedingungen) – https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000005152_M_308.pdf
Finanztip, neutrale Übersicht – https://www.finanztip.de/kfw-foerderung/jung-kauft-alt/
Energie-Effizienz-Experten finden – https://www.energie-effizienz-experten.de

Und weiter

Ein altes Haus zu kaufen, um jung darin anzufangen – dafür ist dieses Programm gemacht. Es nimmt einer Familie einen Teil der Last ab und lässt ihr, was hier ohnehin zählt: den Raum, die letzten Schritte nach eigenem Geschmack zu gehen.

Ein Haus mit Geschichte, ein Start mit Rückenwind –
bereit für die, die weiterbauen wollen.